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Claus Bettag
Lady Soul
© 2012 Claus Bettag

Lady Soul

Daten
Schiffsname: Lady Soul
Flagge: Deutschland
Rufzeichen: DDSS
MMSI: 211189490
Baujahr: 2007
Heimathafen: Bremen, Deutschland
Registrierung: SSR 4968
Typ: Broadblue 385
Seriennummer: 029
Segelfläche: 100 m²
Länge über alles: 11,78m
Breite über alles: 5,98m
Tiefgang: 1,05m
Masthöhe: 18,65m
Parasailor: 140
Letzte protokollierte Position: Mykonos (Marina)     N 37° 27.867', E 025° 19.639'

Aktuelle Blogeinträge:

19.05.2012, 08:47 UTC
Nikos, der verhinderte Hafenmeister, der eigentlich Installateur ist, zeigt sich heute von einer sehr liebenswerten Seite: er versucht einen verletzten Delphin, der sich in das Hafenbecken der Mykonos-Marina verirrt hat, zu retten.
Zuerst schwamm er mit ihm, ihn ständig leitend, aus dem Hafenbecken ins Meer zurück. Da der Delphin jedoch zu schwach ist, selbst fort zu schwimmen, bewegt er sich am Ufer mit ihm ständig auf und ab. Einige Einhimische sind schon unterwegs, um ihm frischen Fisch zu bringen. Einer tauchte gerade mit einer gefrorenen (!) Dorade auf. Die tauen sie jetzt erstmal im Meer auf.
Leider ist der Zustand des offensichtlich mit einer Bootsschraube verletzten Delphins nicht sehr hoffnungsvoll. Ich hoffe mal, dass das Ganze einen positiven Ausgang nehmen wird.
Standort: Mykonos Marina
Position: N 37° 27.867', E 025° 19.640'
Wetter: heiter
Windstärke: 1 - leiser Zug
Windrichtung: NW
Luftdruck: 1013 hPa
17.05.2012, 17:00 UTC
Eigentlich hatte ich mich auf langweilige eineinhalb Wochen hier in der Marina von Mykonos eingestellt, bis endlich meine Familiencrew in den Pfingstferien ankommt.
Weit gefehlt, es ist hier Stress pur!
Irgendwie habe ich so den Eindruck, dass viele entweder keinen See-Wetterbericht lesen oder aber der Meinung sind, dass sie dafür qualifiziert wären, bei 7 Windstärken Hafenmanöver erfolgreich durchzuführen.
Heute war so ein Tag, an dem ab 17:00 zur absoluten Spitzenwindzeit irgendwie alle meinten, sie müßten jetzt zum Anlegen kommen. Hilfreich wie wir Segelskipper nunmal sind, stellen wir uns ja gerne auf den Steg und sind behilflich. Das artet dann aber stellenweise so aus, dass z.B. ein spanischer Profiskipper mit einer 54 Fuss Yacht es uns einfach nicht glauben will, dass keine Mooringleinen mehr verfügbar sind. Als er dann bei entsprechendem Seitenwind rückwärts am Steg angekommen ist, konnte er uns nicht wirklich erklären, wie er ohne Buganker sein Schiff festmachen will. Das Nachbarboot, eine kleine Moody 36, lief da schon Gefahr zerdrückt zu werden. Er meinte er käme hier jetzt auch nicht mehr weg, bis wir ihm erklärten, dass es ein ganz einfaches Manöver gibt: Eindampfen in die Heckleine! Scheinbar unter spanischen Profiskippern unbekannt.
Den absoluten Vogel schoss jedoch eine ( ebenfalls spanische ) Crew ab: Zuerst den Anker in die Mooringkette eingefahren ( das kann jedem passieren und der Taucher ist ja schon seit heute morgen im Dauereinsatz ). Dann erklärten die inzwischen zahlreich versammelten Skipper, die allesamt aufgrund der mitten im Hafenbecken treibenden Yacht leicht verängstigt waren, sie sollten uns doch mit dem Dinghi eine Landleine rausbringen, dann könnten sie sich zum Steg winschen. Keine Reaktion, weder auf französisch, englisch, griechisch.
Als dann endlich der Taucher kam, schwamm er uns dann die Landleine raus. Das Problem bestand jetzt nur darin, dass die Crew es nicht schaffte diese auf der Winsch zu belegen?!
Also schwamm der Taucher wieder raus, belegte die Winsch und kurbelte auch noch persönlich die Yacht zum Steg! ( siehe Bild )
Als dann nach ca. 2-stündigem Anlegemanöver der Skipper der Yacht allen Ernstes dem Taucher erklärte, er wäre Profi, lag der ganze Steg brüllend vor Lachen am Boden!
Standort: Mykonos Marina
Position: N 37° 27.867', E 025° 19.640'
Wetter: heiter
Windstärke: 7 - steifer Wind
Windrichtung: SW
Luftdruck: 1007 hPa
15.05.2012, 08:15 UTC
Pünktlich laut Wettervorhersage unserer Yachting Weather App begann heute Nacht um kurz nach 01:00 der Starkwind einzusetzen.
Nachdem die Marina in Mykonos nicht nur halbfertig sondern mangels südlichem Wellenbrecher auch eine Fehlkonstruktion ist, dazu der verhinderte Hafenmeister keinen blassen Schimmer von nautischen Grundlagen hat, war das Chaos vorprogrammiert.
Alle wußten, dass der Wind kommt, alle Segler wollten ihre Schiffe an die vorhandenen sicheren Plätze legen, aber nein, die blieben für irgendwelche Yachten frei, die aber bisher nicht aufgeschlagen sind.
Dieses nächtliche Hafenkino hätte ich mir gerne erspart. Ich liege zwar sicher, weil ich gestern einer der ersten war und daher noch die freie Platzwahl unter den Plätzen hatte, die der Hafenfutzi den Seglern zugedacht hat.
Aufgrund des durch den Schwell verursachten Schaukelns läßt es sich dann auch schlafen wie in einer Wiege, nur nicht so ruhig.
Nachdem das Wetter sich für die kommenden Tage nicht groß ändern soll, werde ich vermutlich noch etwas hier in der wahnsinnig ansprechenden "Marina" ohne Strom und Wasser ausharren.
Standort: Mykonos Marina
Position: N 37° 27.867', E 025° 19.640'
Wetter: heiter
Windstärke: 7 - steifer Wind
Windrichtung: SW
Luftdruck: 1008 hPa
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